Die Kanzlerin und das Internet
Wie auf Heise.de zu lesen ist und auch von Markus kommentiert, hat sich unsere Bundeskanzlerin zum Internet in der Bunten geäußert. Sie erklärt ihren Unmut über die Vielfalt der mit dem Internet verbundenen Informationsmöglichkeiten und der damit einhergehenden Problematik der Gesamtmeinungsbildung:
“Heute wird es durch die Vielzahl der Informationskanäle, und besonders durch das Internet, immer schwieriger, ein Gesamtmeinungsbild zu erkennen”
Genau diese Form und Vielfalt der Informationsmöglichkeiten gefällt mir aber. War ich früher auf die Tagesschau und die Tageszeitung begrenzt, wo ich maximal einen Leserbrief veröffentlichen konnte, kann ich heute mein Blog nutzen und jede Meldung und jedes Ereignis aus meiner Sicht für alle Welt sichtbar machen. Und ich finde viel schneller Gleichgesinnte! Lebe ich im Iran, dann suche ich mir halt einen netten Offshore Hoster mit Servern auf einer Karibikinsel, um der politischen Verfolgung zu entgehen.
Ich Informiere mich auch nicht einseitig oder nur zu bestimmten Themen. Im Gegenteil. Durch das Netz, meinen Feedreader oder Twitter, bekomme ich deutlich schneller viel mehr mit als zuvor. Und das mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Meinungen und Kommentaren.
Sie meint auch wohl eher, dass es ihr nicht mehr so leicht möglich ist, das Gesamtmeinungsbild zu manipulieren beeinflussen. Ich finde ihre Aussagen recht befremdlich, wenn man sie mal etwas genauer ließt. Wie gut, dass es das Internet gibt.








