Google Wave: Ersteindruck und Möglichkeiten
Kategorie: Allgemein, Bemerkenswert, Internet, Online, Web 2.0
Was ist Google Wave?
Nun, so ganz genau erklären lässt sich das gar nicht, weil es eine Mischung aus vielen Internet Anwendungen ist. Aber ich versuche mal meinen ersten Eindruck zu beschreiben:
Es ist E-Mail, Messenger oder Chat. Dabei kann man nur zu zweit oder in ganzen Gruppen kommunizieren. Allerdings in einer geschlossenen Gruppe. Eine Wave kann immer nur von den Personen gelesen und angesehen werden, die daran teilnehmen.
Am besten vergleichen lässt sich eine Wave mit einem Chat zwischen 2 Personen per Skype oder ICQ. Nur mit dem Unterschied, dass man neben reinem Text auch Bilder, Videos oder jede Form von Dateien einbinden kann. Diese kann dann wieder jeder Teilnehmer einer Wave direkt lesen oder anschauen.
So würde ich das mal grob beschreiben. Man möge mich verbessern, wenn ich da noch nicht alles erfasst habe. Jedenfalls ist es deutlich komplexer als Twitter oder Facebook und damit auch nicht vergleichbar.
Möglichkeiten
Um es einfach so als Chat Ersatz zu nutzen wäre Google Wave überqualifiziert. Das wird auch niemand tun, denn allein die Möglichkeit, ein Chatgespräch um ein Foto oder Video zu ergänzen, erlaubt ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten. Und das alles in Echtzeit. Man kann den Wave Partner beobachten, wie er jeden Buchstaben eines Wortes tippt.
Beendet man eine Wave für den Moment, kann man sie jederzeit wieder weiterführen, und hat alle bis dahin eingegebenen Texte im Verlauf – man bekommt quasi ein Protokoll, zum Beispiel zu einem Projekt.
Damit ist Wave auch für Unternehmen interessant. Heute wird in Unternehmen per E-Mail kommuniziert. Wave könnte einen Teil der Unternehmenskommunikation übernehmen und deutlich beschleunigen. Damit das nicht im Internet läuft, wird es eine Lösung für Unternehmen geben, um sich einen eigenen Wave Server aufsetzen zu können. Das Ganze mit ein paar Standard Unternehmens-Waves belegt, gibt eine Verbesserung für die Kommunikation innerhalb der Firma. Oder Projektteams, die an einer Aufgabe arbeiten und über verschiedene Standorte verteilt sind.
Abschließend
Ich finde den Ansatz sehr interessant und denke es wird sich um Google Wave noch vieles entwickeln. Schon heute gibt es diverse kleine Bots und Tools die die Funktionen erweitern. Zum Beispiel lässt sich die eigene Twitter Time-Line nicht nur anzeigen, man kann auch aus der Wave Tweets absetzen! Trotzdem wird es auch noch einige Zeit benötigen. Besonders deshalb, weil Google sich mit jedem neuen Projekt direkt wieder als böser Datensammler verteidigen muss! Warten wirs ab und spielen weiter mit der Wave
Update 26.11.09: Habe noch über 10 Einladungen zu verteilen.









