GEZ: Wichtig ?
Die Gebühren für das öffentlich rechtliche TV und Radioprogramm werden mit dem neuen Jahr für den Privathaushalt um 95 Cent auf 17,98 Euro im Monat angehoben. Wer nur ein Radio nutzt, zahlt 24 Cent (5,76 Euro im Monat) mehr. Neuartige Rundfunkgeräte zahlen ebenfalls 5,76 Euro. Auch wenn diese noch nicht gesondert im Rundfunkstaatsvertrag benannt sind (AusGEZahlt). 2009 werden die über 1.100 GEZ Mitarbeiter für die Sendeanstalten damit wohl knappe 8 Mrd. Euro einsammeln.
Wie gerechtfertigt diese Beträge sind lässt sich sicher schwer sagen. Auch nicht ob Ressourcen angemessen eingesetzt werden. Die Meldung über den Finanzbedarf erfolgt alle zwei Jahre durch die Sender an eine unabhängige Kommission. Abschließend verabschieden dann die Länderparlamente die neuen Gebühren.
Interessant ist die Frage, ob ARD und ZDF heute noch so einen inhaltlich großen Unterschied zu Privatsendern haben. Fußball bei RTL oder der ARD? Tagesschau oder N24? Ist die Berichterstattung nicht inzwischen überall gleich? Ist ein Tatort mit Werbeunterbrechung noch erträglich, wenn im Gegenzug dafür weniger Gebühren gezahlt werden müssten?
Kaufen wir uns damit sogar frei und halten uns Tycoone wie Rupert Murdoch vom Hals, die ihre Macht und Größe gezielt einzusetzen wissen, indem ihre Zeitungen, Radio- und TV-Sender alle das Gleiche berichten – oder eben auch nicht berichten?
Forenkommentare (hier am Beispiel von TeakPC) zu jeglicher GEZ Nachricht, dokumentieren diese Gebühren fast Ausnahmslos als „Abzocke“. Ist das wirklich so?










Normalerweise würde ich sagen “Nein”, denn unabhängiger Rundfunk, der nicht im Verdacht steht, primär über Werbeeinnahmen finanziert zu werden und somit auch keinen Großkonzernen huldigen muss, sodenn er wqeiterexistieren möchte, hat durchaus seinen Reiz.
Aber: Die GEZ führt sich mehr und mehr auf wie der sprichwörtliche Rotz am Ärmel.
Sie akzeptiert beispielsweise nicht, dass ich meinen Fernseher abgemeldet habe, obwohl ich keinen Besitze. Nun habe ich einen munteren Briefwechsel am Hacken mit der fröhlichen Aussicht, mal ausprobieren zu dürfen, was sich mit so einer Advocard alles anstellen lässt.
Wer auch nur einmal solche Erfahrungen hat sammeln dürfen, dem kann ich nicht verdenken, wenn er von “Abzocke” spricht.
Zudem: Es ist schlicht nicht von der Hand zu weisen, dass in den Landesrundfunkanstalten massiv geld verschwendet Wurde und warscheinlich immer noch wird. Wer das kennt, dürfte sich über die periodisch wiederkehrenden Gebührenerhöhungen nicht zuwingend freuen.
Hallo Michi!
ja ich denke da hast du nicht ganz Unrecht. Die GEZ als “Eintreiber” sorgt sicher allen schon für Aggression. Wozu die Gebühr ist, nimmt keiner mehr so recht wahr, bzw hat überhaupt keine Ahnung. Einen guten Artikel schreibt heute dazu auch Ulrike Langer in ihrem Blog: Unausrottbarer Irrglaube in Sachen GEZ-Gebühren