Webgezwitscher
Seid einigen Tagen bin auch ich nun aktiv bei Twitter und verfolge das sogenannte Microblogging. Darum möchte ich meinen gewonnenen Eindruck, was Twitter ist und wie ich es verstanden habe, schildern. Man möge mir nach so wenigen Tagen der Nutzung verzeihen, wenn ich das Potenzial des Dienstes noch nicht ganz erfasst habe. Dennoch möchte ich zum Schluß eine Frage zur Diskussion stellen.
Beschreibung
Microblogging heißt es, weil die Twitteruser analog zu einem Blog, Kurzmeldungen – die Tweets, welche in der Zeichenanzahl begrenzt sind, veröffentlichen können. Diese Funktion alleine würde Twitter aber noch nicht zu etwas Besonderem machen. Darum hat man zusätzlich eine Form des Instant Massaging eingebunden. Das bedeutet, man kann auf eine Nachricht eines Users antworten. Die Antworten werden im eigenen wie auch im Twitterblog desjenigen angezeigt, auf dessen Meldung man geantwortet hat.
Antworten kann man auf die Kurzmitteilungen anderer Twitter nur, wenn man sie auch sieht. Das erreicht man, indem man ihnen folgt - so heißt das bei Twitter. Das Folgen ist im eigentlichen Sinne eine Freundesliste, wie man sie zum Beispiel aus ICQ und Skype kennt.
Aus dieser Kombination ergibt sich dann eine sich selbst fortschreibende Liste der unterschiedlichsten Meldungen und Antworten. Je mehr Follows man hat, umso fixer schreibt sich das Twitterblog fort.
Nutzen?
Das klingt jetzt alles nach einer Spaßgesellschaft die sich die Zeit vertreibt. Doch das System kann noch mehr. In der Bloggerszene verlinken die Twitter ihre neusten Blogmeldungen als Kurzlink in ihr Blog. Dazu gibt es Tools die das automatisch übernehmen. Und Schwubs hat man auf seiner Internetseite die ersten Besucher bei einer neuen Meldung in seinem Blog.
Inzwischen haben das auch Zeitschriften, TV-Sender und Unternehmen erkannt. Sie stellen per Twitter die neuste Meldung auf ihrer Webseite ein. Folgt man diesen Twittern, bekommt man in seinem Twitterblog eine schöne Liste aller Meldungen. So zum Beispiel Focus oder Heise News. Twitter bietet Unternehmen somit die Gelegenheit direkt und mit dem Kunden zu kommunizieren. Trends und Marktanalysen werden so über ganz neue Wege durchgeführt.
Tools für Twitter
Durch die zur Verfügung gestellte API, sind um Twitter herum eine ganze Reihe von Anwendungen und Tools entstanden, die es nicht mehr nötig machen den Browser ständig geöffnet zu haben. Sogar für PDAs und Handys sind hervorragende Programme zu finden. Den entsprechenden Mobilfunkvertrag vorausgesetzt, hat man so sein Twitter immer in der Tasche.
Frage und Diskussion
Doch es gibt auch Stimmen, die mit der Datenschutzfahne wedeln und sich beklagen, dass keiner der User ganz genau prüfen kann wo seine Beiträge überall landen. Ist das so? Sind Twitter User darum Cyber-Exibitionisten, die ihren Tagesablauf ganz zwanglos dokumentieren? Braucht man neben E-Mail, ICQ und Skype noch ein weiteres Kommunikationsmedium? Schreibe deine Meinung dazu in den Kommentaren.









Habe Twitter nach 2 Wochen abgemeldet. Mir war komisch, weil ich meine Einträge per Google fand.
Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn man das was man schreibt kontrolliert macht. Ich werde das weiter beobachten …